Was bleibt

 Die Welt kennt keine Absicht.

Sie ist. Sie geschieht. Sie geht ihren Weg.
Erst wir sind es, die ihr Bedeutung schenken.

Das Ich ist ein flüchtiger Funke –
hell genug, um Spuren im Leben anderer zu hinterlassen,
vergänglich genug, um selbst zu verwehen.

Das Böse besitzt keinen ewigen Thron.
Es endet mit dem Körper, der es getragen hat.
Nur das Echo der Geschichte hallt noch eine Weile nach.

Das Gute dagegen geht weiter.
Still. Unscheinbar.
Es lebt fort in einer helfenden Hand,
in einem offenen Blick,
in den kleinen Entscheidungen des Alltags.

Vielleicht genügt das.
Im eigenen Kreis ein wenig Licht zu bewahren.
Nicht dunkel zu werden –
und so die Welt, kaum merklich,
doch wirklich zu verändern.

Rumo sagt: Die Welt hat keinen Namen.
Sie läuft, weil sie läuft.
Wir sind die, die ihr Bedeutung geben.
Und das reicht.


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