Der Zahn der Zeit
und wieder beginnt derselbe Wahn.
Ein Volk bombardiert, ein anderes schlägt zurück,
so war es gestern, so ist es jetzt – kein Glück.
Raketen ziehen über ein Land,
Angst und Feuer reichen sich die Hand.
Ein Reich fällt ein, ein Volk hält stand,
solange die Kraft noch reicht im Land.
Menschen sterben für Macht und Geld,
während die Hoffnung leise zerfällt.
Man schiebt die Ruhe weit hinaus,
als wäre die Zeit ein endloses Haus.
Ein Wenige sammeln immer mehr,
die Kassen der Städte sind meist leer
Sie sparen
an Lehrern, Pflegern, Kultur und Licht,
doch Sparen hält oft nicht, das was es verspricht.
Am Rand erstarkt das alte Wort,
manche erinnern sich, andere gehn fort
von dem, was einst geschehen ist,
als wär die dunkle Zeit vergessen, verwischt.
statt einander die Hucke voll zu hauen.
Die Jungen spüren es früh genug,
wie schnell man verbrennt im ewigen Zug.
Arbeit bis zum Umfallen soll Gewinn versprechen –
zu oft wird dabei die Seele verbrennen.
Aus diesem Wunder, das wir Leben nennen,
können wir mehr Liebe als Urteile geben.
Noch ist es Zeit, das Herz zu öffnen,
bevor wir mit der KI in ein gefühlloses Morgen rennen.
Rumo, der Baumphilosoph, sprach:
"Ein Baum fragt nicht nach Nationen, Parteien oder Vermögen.
Er steht einfach da, spendet Schatten und hält die Erde fest.
Vielleicht ist Weisheit genau das:
mehr Wurzeln schlagen – und weniger Krieg führen."




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