Trotz allem
Es gibt Worte, die nicht aus dem Kopf kommen, sondern aus einem tieferen Ort – dort, wo das Herz noch flüstert, selbst wenn es müde ist. Manchmal erinnert uns dieses Flüstern daran, dass Stärke nicht im Festhalten liegt, sondern im Offenbleiben. Dass Mauern zwar schützen, aber auch trennen. Und dass selbst ein verletztes Herz noch Licht tragen kann. Dieses Gedicht ist ein Schritt zurück zu dieser leisen Wahrheit. Trotz allem Diese Momente, in denen man stark wirkt, gerade steht, alles im Griff hat – zumindest sieht es so aus. Man spricht von Kontrolle, von Sicherheit, davon, sich selbst zu schützen. Bloß nichts mehr an sich ranlassen, bloß nicht nochmal fallen. Und irgendwie macht das ja auch Sinn, weil es wehgetan hat, weil man gelernt hat, dass Offenheit manchmal trifft. So wird man härter, klarer, unnahbarer vielleicht, als könnte man das Leben sortieren, wenn man sich selbst nur fest genug hält. Aber ganz ehrlich? Das Leben lässt sich nicht halten, nicht planen, nicht festzu...